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boss 02-2017

boss 1/2-Februar 2017 Ι 45 Es hat sich viel getan beim Häfft- Verlag: Die Veränderungen in der Schullandschaft und das durch die Digitalisierung massiv veränderte Nutzungs- Verhalten bei Jugendlichen und Schulen wurden vor etwa vier Jahren zum Anlass genommen, sich energisch auf neue Zielgruppen zu fokussieren. Die Mitarbeiterzahl in Grafik & Produktion wurde verdoppelt, im Vertrieb wurden Spezia - listen für weitere Produkt-Kanäle wie beispielsweise Großfläche oder E-Commerce angeheuert, das Sortiment wurde auf etwa 80 Top-Artikel ausgeweitet, der Umsatz deutlich gesteigert. Ob eigener Häfft-Shop, E-Commerce Unterstützung für den Fachhandel oder eine App – der Häfft-Verlag bedient sich sämtlicher Marketingkonzepte und Vertriebsschienen. Ohne jedoch seinen klassischen Handelspartnern zu schaden. „Wir analysieren grundsätzlich jeden neuen Vertriebsweg im Vorfeld sehr genau hinsichtlich der Kriterien: Attraktivität, Preistreue, Relevanz für die jeweilige Zielgruppe und Passgenauigkeit für Artikelgruppen. Aufgrund des hohen Einstiegsaufwandes bei sortierten Sortimenten entscheiden wir uns nur punktuell für einzelne digitale Vertriebswege. Wir verstehen uns als Volumen-Anbieter, die Nischen-Produktstrategie „the long tail“ realisieren wir nur in Einzelfällen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Klingberg das Vorgehen. Kein Weg geht an Apps vorbei Mit der Hausaufgaben-„Häfft-Äpp“ hatte der Verlag 2011 Neuland betreten und schnell euphorische Bewertungen erhalten. Aus wirtschaftlicher Sicht sieht Stefan Klingberg Apps jedoch kritisch aufgrund der hohen Kosten, des Überangebots und einer geringen Zahlungsbereitschaft bei den Kunden. Mittel- bis langfristig wird im Schul-Segment aber sicher kein Weg an Apps vorbei führen, meint der Geschäftsführer. Offenheit ist gefragt Wie offen ist die PBS-Branche für Innovationen? Der Handel wünscht sich neue Produkte von den Lieferanten, setzt diese aber meist nur zaghaft ein, so Stefan Klingberg. Hier wünscht er sich mehr Mut vom Handel. Und das Fördern der Lieferanten, die diesem auch die Innovationen bieten. Bereits seit 1997 betreibt Häfft seinen Online-Shop. Damit gehört das Unternehmen zu den Veteranen des E-Commerce in der PBS-Landschaft. Eine negative Beeinflussung des Fachhandels schließt man auf der Basis der tatsächlichen Umsätze jedoch aus. Der eigene Shop ist in erster Linie ein Service für die Endkunden, auch ausgefallenere oder sortenreine Produkte von Häfft zu bestellen. Auch die Onlineshops der Fachhändler können auf Anfrage sortenreine Artikel beziehen. Als weiteren digitalen Vertriebsweg nutzt der Häfft- Verlag auch große Online-Plattformen. Besonders für das Erwachsenen- Sortiment stellt unter anderem Amazon einen wichtigen Vertriebsweg dar. Allerdings steckt ein nicht zu unterschätzender personeller Aufwand dahinter, betont Klingberg. Wichtiger als der Umsatz ist für den Häfft-Verlag aber die Möglichkeit, über konkrete Abverkaufszahlen eine sehr gute Einschätzung des eigenen Sortiments zu erhalten. „Dank der Transparenz im Online-Handel erhält man eine ungeschminkte Marktanalyse“, erklärt Klingberg. �� Mehr Mut, Neues zu wagen! HÄFFT-VERLAG | Der Häfft-Verlag ist seit über 25 Jahren als Schulmedien-Experte bekannt. Doch auch im Erwachsenen- Bereich verfügt der Verlag über ein spannendes Produktsortiment. Als Vorreiter in Sachen Online-Handel betreibt man ein vielfältiges Multichannel-Konzept. Häfft-Gründer Stefan Klingberg mit dem aktuellen auffälligen Häfft-Display für den Handel.


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