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SMaRt SCHOOl | Kinder von heute wachsen ganz selbstverständlich mit den digitalen Medien auf – doch in den Schulen sind die technologien und Einsatzmöglichkeiten vielerorts noch nicht angekommen. Digitale angebote in das lernen von heute einbauen – das ist das Ziel, das das Projekt Smart School verfolgt. Antje Minhoff vom gleichnamigen Fachhandelsunternehmen mit Sitz in Berlin engagiert sich seit Langem in unterschiedlichen Initiativen für die Integration digitaler Systeme im Unterricht. Dabei geht es allerdings nicht darum, alte Materialien nur zu ersetzen. „Vielmehr sollten wir uns damit beschäftigen, was Lernen in der Zukunft wirklich heißt“, so Minhoff. „Dazu braucht es den klassischen Füller wie auch die Nutzung des digitalen Raums“. Lernen sollte sich verändern, wie sich auch unsere Lebenswelt wandelt, so die Prämisse des Projekts Smart School, das jetzt in zwei saarländischen Schulen gestartet wurde. Nach einer Bitkom-Umfrage fordern bundesweit 83 % der Eltern mehr Computertechnik und digitale Lernmittel an 16 Ι boss 1/2-Februar 2017 den Schulen. „Die Eltern haben keine Angst vor digitalen Technologien in der Schule. Sie haben vielmehr Sorge, dass die Schule zum analogen Refugium wird, das die Schüler nicht auf die wirkliche Welt vorbereitet“, sagt Bitkom-Vizepräsident Berg. „Mit der auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Initiative Smart School will die Digitalwirtschaft zeigen, dass das, was sich nicht zuletzt Eltern wünschen, in der Praxis schon heute umsetzbar ist.“ Digitale Inhalte integrieren Im Rahmen der Tagung „Digitale Bildung für alle!“ am 16. November an der Universität des Saarlandes fiel der Startschuss für das Gymnasium Wendalinum. Dabei zeigten Lehrkräfte sowie Schüler der Klasse 6, inwieweit der Einsatz digitaler Medien im Rahmen des ganzheitlichen Konzeptes „Smart School Wendalinum“ das Lehren und Lernen fördern kann. Mit der Ausstattung aller Lehrkräfte mit Tablets, der Einführung eines digitalen Klassenbuchs, einem Klassenraum-Management-System, einem Schulserver, einer Bildungscloud sowie der Entwicklung von Unterrichtskonzepten mit digitalen Medien stellt die Schule die digitale Bildung in den Mittelpunkt ihrer nachhaltigen Schulentwicklung. „Das Smartphone gehört schon lange zum Alltag vieler Schüler, wieso sollte man dessen Funktionen und Möglichkeiten nicht sinnvoll in den Unterricht integrieren?“, fragt Antje Minhoff. Bei diesem Vorhaben müssen jedoch alle mitziehen. Eltern, Lehrer, Schulleiter und Bildungsministerien. Das Unternehmen Minhoff bietet in diesem Bereich umfangreiche Unterstützung an. So finden seit 2008 bereits Fortbildungen für Lehrer statt. „Die Schulleiter müssen sich mit diesem Thema befassen, vom ITManagement bis zu den Endgeräten“, so Minhoff. Unterstützt werden die Smart Schools von IT-Unternehmen wie Bettermarks, Fujitsu, Google, HP, Imsimity, Microsoft, Minhoff, SAP und Telekom. Minhoff stellt Smart-Boards und einen interaktiven Kollaborationsraum von Nureva für die Schulen zur Verfügung und übernimmt Wartung und Schulung der Geräte. Geschriebenes kann damit digital ergänzt oder weiterverarbeitet werden. Außerdem können alle Teilnehmer einer Projektgruppe oder Klasse gemeinsam an einem Dokument arbeiten, das dann allen zur Verfügung steht. Die Verbindung mit Lexika, Bildern oder digitalen Karten stellt einen enormen Vorteil gegenüber traditionellen Lernmitteln dar. „Kinder sollten Recherchieren lernen, dann sind sie auch gut gerüstet für die Zukunft. Ebenso geht es um Aufklärung über Datensicherheit und die Veröffentlichung von Fotos oder Projekt digitale Schule gestartet Neue lernwelten Digitales lernen – 83 % der Eltern wünschen sich den vermehrten Einsatz digitaler lernmittel an Schulen. Foto: Smart technologies.


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