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Faber-Castell

Multi-Channel-Strategie

Seit April betreibt Faber-Castell einen eigenen Online-Shop mit 800 Artikeln zu den UPEs. Dieser soll Kundengruppen ansprechen, die sich zuvor nicht mit dieser Warengruppe beschäftigt haben. boss sprach mit Stefan Matschke über Ziele, Erwartungen und erste Erfahrungswerte.

Stefan Matschke, Vertriebsleiter Faber-Castell Deutschland.
Welche Beweggründe stehen hinter der Entscheidung, einen eigenen Onlineshop zu betreiben und welche Erwartungen haben Sie daran?
Matschke: Zahlreiche Studien zeigen, dass sich das Einkaufsverhalten in allen Bereichen durch die Digitalisierung stark verändert. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, haben wir uns entschlossen, den Aufbau und das Design des Faber-Castell-Webauftritts neu zu gestalten. Im Zuge dessen wurde dort auch eine Bestellfunktion integriert und damit die Multi-Channel-Strategie weiter ausgebaut. Bei der Entscheidung, einen eigenen Onlineshop zu betreiben, handelt es sich um eine zeitgemäße Ergänzung unserer Retail-Aktivitäten, die den Markenauftritt zeitgerecht abrundet. Gleichzeitig steht Faber-Castell auch weiterhin zu seiner handelsorientierten Vertriebspolitik und engen Partnerschaft mit dem Fachhandel.

Warum wurde der eigene Shop zum jetzigen Zeitpunkt realisiert und wie wird dieser künftig weiterentwickelt?
Matschke: Oberste Priorität war für uns die Aktualisierung der vorhandenen Webseite. Wir wissen, dass vielen Kaufentscheidungen Online-Recherchen voraus gehen, und ein qualitativ hochwertiger Markenauftritt im Internet trägt somit auch zur Erhöhung der Kundenfrequenz im stationären Handel bei. Die Webseite wird zukünftig auch über eine mobile Version verfügen, die es unseren Kunden ermöglicht, unterwegs auf Produktinformationen, Tutorials oder Social-Media-Inhalte zugreifen zu können.

Der Start des Onlineshops liegt zwar erst wenige Wochen zurück, können Sie dennoch über erste Erfahrungswerte berichten?
Matschke: Die neue Webseite wurde insgesamt sehr positiv aufgenommen, und wir haben durchweg positives Feedback erhalten. Die Wirtschaftlichkeit des Shops wird sich erst in den nächsten Monaten fundiert bewerten lassen. Viel wichtiger für uns ist die Besucherfrequenz auf unserer neuen Webseite, und hier konnten wir deutliche Steigerungen feststellen.

Welche Reaktionen gab es denn von der Seite des Fachhandels?
Matschke: Konkrete Reaktionen nach der Einführung des Shops liegen uns derzeit nicht vor. Eine immer wiederkehrende Frage war die der Preisstellung, und hier haben wir unsere Aussage, unsere Produkte zur unverbindlichen Verkaufspreisempfehlung anzubieten, wahrgemacht.

Sie kündigten an, die Partnerschaft mit den Handelspartnern auch künftig auszubauen und zu intensivieren. Welche Maßnahmen sind hierfür geplant?
Matschke: Um dem Endverbraucher auch in den Ladengeschäften einen zeitgemäßen Markenauftritt zu präsentieren, führte Faber-Castell im Jahr 2015 sein neues POS-Shop-System im Handel ein. Das ist eine der Investitionen, mit denen das Unternehmen die Bedeutung und Partnerschaft mit seinen Handelspartnern unterstreicht, und es werden weitere folgen.

Vielen Dank für das Gespräch. stt
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