boss - Handelswelt Insolvenzverfahren eingereicht,
Staufen

Insolvenzverfahren eingereicht

Abb.Thorben-Wengert_pixelio.de
Das Jahr 2018 begann für die Mitarbeiter des Papierverarbeiters Staufen GmbH mit einer Hiobsbotschaft: Am 2. Januar mussten die beiden Geschäftsführer Daniel Blansjaar und Matthias Wochner beim Amtsgericht Rottweil den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einreichen. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Florian Götz aus Villingen-Schwenningen berufen, Anwalt in der Kanzlei Schleich & Kollegen, die auch bereits das erste Insolvenzverfahren der Vorgängergesellschaft Staufen GmbH & Co. KG aus dem Jahr 2013 durchgeführt hatte. Weiter heißt es in der Veröffentlichung: „Der vorläufige Insolvenzverwalter wird zugleich beauftragt, als Sachverständiger zu prüfen, ob ein nach der Rechtsform der Schuldnerin maßgeblicher Eröffnungsgrund vorliegt und welche Aussichten für eine Fortführung des schuldnerischen Unternehmens bestehen.“ Die Staufen GmbH ist die Nachfolgegesellschaft der früheren Staufen Papierwaren GmbH & Co. KG, für die erstmals am 13.12.2013 ein Insolvenzantrag gestellt worden war. Im weiteren Fortgang des Verfahrens hatte die Schweizer Industriebeteiligungsgesellschaft Blansjaar AG im Zuge eines Asset Deal Staufen übernommen und ab dem 1. Oktober 2014 als Staufen GmbH fortgeführt. Matthias Wochner kam als Geschäftsführer erst zum 1. September 2017 neu zum Wurmlinger Unternehmen.
Unter dem Datum vom 9. Januar wurde dann eine gemeinschaftliche Pressemitteilung des Papierverarbeiters sowie der beauftragten Insolvenzanwälte veröffentlicht. Die wesentlichen Punkte darin lauten: Der Geschäftsbetrieb der Staufen GmbH wird im vorläufigen Insolvenzverfahren vollumfänglich fortgeführt, die Löhne für die Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich März sichergestellt und es sei beabsichtigt, möglichst kurzfristig einen Investor für eine Übernahme des Geschäftsbetriebes zu finden. Beschäftigt werden derzeit rund 60 Mitarbeiter am Standort Wurmlingen. Zum Hintergrund der nach 2013 erneuten Staufen-Insolvenz heißt es weiter in der Mitteilung: „Die Stakeholder der Staufen GmbH (die Schweizer Blansjaar AG) konnten sich letztlich nicht auf die notwendigen Sanierungsbeiträge zur Restrukturierung außerhalb eines Insolvenzverfahrens einigen, so dass am 2. Januar 2018 Insolvenzantrag gestellt werden musste.“ Gegenüber der regionalen „Schwäbischen Zeitung“ äußerte sich Insolvenzverwalter Florian Götz zur Zukunft von Staufen etwas ausführlicher. In einem Beitrag vom 10. Januar heißt es: „Mögliche Lösungen wären für ihn beispielsweise, Produktionsabläufe zu optimieren, neue Aufträge an Land zu ziehen oder Preise zu erhöhen… Gespräche mit Kunden hätten bereits stattgefunden. Dabei habe man darüber gesprochen, das Geld früher zu bekommen und die Preise zu erhöhen.“ Zum vorrangigen Ziel des Insolvenzverwalters, einen neuen Investor zu finden, sagte Götz ergänzend: Erste Anfragen und Kontaktaufnahmen habe es bereits gegeben. Namen will er keine nennen.
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