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Erwartungen an das neue Jahr

Chancen nutzen

Industrie, Handel, Verbundgruppen, Messen– was bringt die Zukunft in der PBS-Branche?
Wir sprachen mit verschiedensten Marktteilnehmern.


boss fragte...

1. Welche Erwartungen haben Sie an das Jahr 2017? Wie schätzen Sie die generelle Marktentwicklung der Branche und die Chancen Ihres Unternehmens und Ihrer Sortimente ein?

2. Gibt es neue Themenbereiche, die an Relevanz gewinnen? Und wie reagieren Sie darauf?

GROSSHANDEL

Harald Pölz
Harald Pölz


1. Auch 2017 wird wieder eine Herausforderung. Der gesamte Markt befindet sich im Umbruch. Wettbewerber überdenken ihre Geschäftsmodelle und im Fachhandel werden sich Übernahmen und Schließungen fortsetzen. Der Preisfokus wird sich nochmals verstärken und nicht zu vergessen die Veränderungen in manchen Sortimentsbereichen. Wir sind auch für schwierige Zeiten ganz gut gerüstet. Wir verfügen über ein breites Sortiment, eine hoch automatisierte Logistik, verschiedenste Marketingleistungen und eine Vielzahl an technischen Dienstleistungen wie Cips3 unser Warenwirtschaftssystem für Händler, Shopsysteme oder auch direkte ERP-Anbindungen, All das sind Bausteine, die für unsere Kunden auch in Zukunft sehr wichtig sein werden. Zusätzlich erweitern wir unser bestehendes Randsortiment. Hier sehen wir einfach noch Umsatzpotentiale, die es zu heben gilt. Auch im Bereich der Marketingdienstleistung entwickeln wir Schritt für Schritt neue Ansätze für unsere Fachhändler.

2. Starke Veränderungen wird es in den verschiedenen Sortimentsbereichen geben. Es gibt Sortimente, die in den nächsten Jahren starke Rückgänge verzeichnen werden. Dafür rücken wiederum andere Themen, wie z. B. die Gesundheit am Arbeitsplatz, in den Vordergrund. Wir versuchen uns darauf mit gezielten Sortimentsveränderungen rechtzeitig einzustellen. Begleitet werden diese Veränderungen mit entsprechenden Marketingmaßnahmen für unsere Fachhändler.



LIEFERANTEN

Dr. Bernhard Kallup
Dr. Bernhard Kallup

1. Für das Jahr 2017 nehmen wir hoffentlich den guten Schwung von der Orgatec mit und werden so unsere Produktneuheiten erfolgreich im Markt einführen. Die neuen Produkte wie z. B. der vielfältige Schalenstuhl Dauphin Fiore und der große Konferenz-Systemtisch Bosse MS-Conference mit den Konferenzstühlen Züco Signo komplettieren unsere Gesamtlösungskompetenz. Wir gehen davon aus, dass die Branche auch 2017 weltweit wachsen wird, auch wenn nach wie vor gewisse Unsicherheitsfaktoren wie beispielsweise der Brexit, das Ölpreisniveau oder Konflikte im mittleren Osten herrschen.

2. Die Digitalisierung hält weiterhin Einzug in die Arbeitswelt und sorgt unter anderem dafür, dass Arbeitsmittel und Arbeitsplatz entkoppelt werden. So entstehen neue Arbeitsformen mit neuen Anforderungen. Dennoch: das Büro ist und bleibt zentraler Kommunikationsort und Identifikationspunkt für die Mitarbeiter. Dementsprechend gehen wir mit unserem Produktportfolio und unserem Solutionskonzept auf die Veränderungen ein und bieten Einrichtungslösungen an. D. h. wir bauen unsere sechs Aktivitätsfelder Welcome, Meet, Learn, Lead, Work und Relax sukzessive weiter aus. Hierzu haben wir auf der Messe auch entsprechende Möbel und Lösungen vorgestellt.



GENOSSENSCHAFTEN/VERBÄNDE

Hendrik Hund
Hendrik Hund

1. Zumindest für das Inlandsgeschäft sehen wir einen stabilen Trend, dass immer mehr Unternehmen ihre Einrichtungen an die veränderten Anforderungen der Arbeitswelt anpassen. Nach einem Plus bei den in Deutschland produzierten Büromöbeln von gut 7 % im vergangenen Jahr liegen die Zuwachsraten bei unseren Mitgliedern derzeit bei 5 %. Von einer ähnlichen Entwicklung gehen wir auch im kommenden Jahr aus. Betrachtet man das reine Inlandsgeschäft liegen unsere Steigerungsraten sogar noch etwas höher. Die Nachfrage im Exportgeschäft ist derzeit etwas schwächer. Die vielen ausländischen Besucher der diesjährigen Orgatec haben aber gezeigt, dass auch im Ausland großes Interesse an den neuen Formen der Arbeit und speziell an Büromöbeln aus Deutschland besteht.

2. Kernthema ist die Unterstützung der Zusammenarbeit abteilungs- und unternehmensübergreifender Projektgruppen. Dafür braucht man geeignete Räume mit einer flexiblen Ausstattung. Gleichzeitig wird die Digitalisierung zu einem relevanten Thema. Wenn alle Mitglieder eines Projektteams ihre mobilen Geräte mitbringen und diese gegenseitig vernetzen wollen, muss dafür die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Die Mitglieder des IBA haben dafür bei der Orgatec eine ganze Reihe innovativer Lösungen gezeigt. Deutlich wurde zudem, wie Räume so gestaltet werden können, dass diese die Kreativität der Beschäftigten fördern und wie mit Hilfe der Einrichtung Bewegung in den Arbeitsalltag gebracht werden kann. Das ist eine gute Basis für die Entwicklung individueller Kundenlösungen.



LIEFERANTEN

Holger Jahnke
Holger Jahnke

1. Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 und dem ebenso positiv laufenden Jahr 2016 wollen wir auch im kommenden Jahr unsere Marktchancen wahrnehmen und unsere Marktanteile weiter ausbauen. Basis dafür bilden auch die zahlreichen Neuheiten, die wir aktuell auf der Orgatec in Köln präsentiert haben. Mit bedarfsgerechten Produkten und Dienstleistungen stellen wir uns den Bedürfnissen und Anforderungen mobiler Büroarbeit, mit durchdachten Organisations- und Anwendungslösungen schaffen wir neuen Gestaltungsfreiraum für Planer und Nutzer. Dabei stehen das Wohlbefinden und die Gesundheit der Büroarbeiter ganz klar im Fokus, denn Menschen und ihre Ideen sind nun mal das Produktivkapital, das den Unternehmenserfolg steuert. Ein stimmiges Ambiente leistet seinen wertvollen Beitrag durch formale und funktionale Perfektion, komfortable Bewegungsfreiheit fördert Vitalität und Effizienz. Ein Paradebeispiel für solche Einrichtungslösungen ist der neue Konferenzdrehsessel „Sedus se:line“, der auf innovative Weise zeitlose Formgebung mit dem Mehrwert dynamischer Funktionen verbindet. Auch zum Thema Akustik haben wir eine neue Lösung entwickelt. Das Stellwand- und Screensystem „Sedus se:wall“ überzeugt im Vergleich zu herkömmlichen Systemen durch die einzigartige Kombination von Akustik, Design und Funktionalität. Es sorgt für Sichtschutz, Zonierung und akustische Abschirmung und bietet mit seinem umfangreichen Typenplan und zahlreichen Ausstattungsvarianten ein Höchstmaß an Funktionalität und Flexibilität - auf Wunsch sogar in Maßarbeit.

2. Sicher ist der Generationenwechsel im Büro ein wichtiges Thema. Hier gilt es zwischen Alt und Jung bzw. analog und digital zu vermitteln und eine Büroatmosphäre zu schaffen, die Kommunikation fördert und eine lernende Kultur entstehen lässt. Auch die Anforderungen höherer Flächeneffizienz müssen wir ernst nehmen. Sie haben vor allem die offenen Bürolandschaften verändert und gleichzeitig den Wunsch der Mitarbeiter nach einem gut organisierbaren Arbeitsplatz mit hoher Privatsphäre gesteigert. Hier wollen wir mit dem erweiterten Stauraumsystem „Sedus grand slam z“ Abhilfe schaffen. Es bietet geschickte Kombinationsmöglichkeiten von Arbeitstisch, Stauraum, Screens und transparenten Elementen ebenso wie frei konfigurierbare Schrankelemente, die sich auch zu kommunikativen Zonen ausbauen lassen. Multifunktionale Stauraumelemente können Räume neu gliedern, die Kommunikation unter den Mitarbeitern fördern und eine Atmosphäre schaffen, in der jeder gerne, motiviert und produktiv arbeitet. Natürlich begrüßen wir auch die neuen Entwicklungen im betrieblichen Gesundheits-Management. Unter der Marke „Sedus ergo+“ haben wir ein umfangreiches Dienstleistungspaket geschnürt, das sich vor allen Dingen an den Endverwender richtet und den Arbeitgeber dabei unterstützt, nachhaltige Prävention am Arbeitsplatz zu leisten. Ziel von „Sedus ergo+“ ist die Bewusstseinsschärfung für nachhaltiges Handeln im Sinne einer wirkungsvollen Prophylaxe. Das Sedus Expertenteam geht aktiv in die Unternehmen, um im Rahmen von „Gesundheitstagen“ eine umfassende und individuelle Beratung mit Erlebniswert zu bieten und über das Gesundheitsrisiko Bewegungsmangel aufzuklären. Dabei wird auch der Bogen von der Theorie zur Praxis gespannt. Mit einem speziell für Sedus von Ergonomieexperten und Physiotherapeuten entwickelten Messgerät namens „ErgoBackScan Mouse“, ist es möglich, schnell und unkompliziert das Rückgrat jedes einzelnen Mitarbeiters zu vermessen. Die Messergebnisse treffen Aussagen über die Haltung, die Beweglichkeit und die Kraft der rückenstabilisierenden Muskulatur. Sie sensibilisieren für ein bewussteres Bewegungsverhalten und liefern elementar wichtige Daten für die richtige Auswahl und Einstellung des Bürostuhls.



GENOSSENSCHAFTE/VERBÄNDE

Wolfgang Möbus
Wolfgang Möbus

1. Wie wir aus den aktuellen Erhebungen des Verbandes der PBS-Markenindustrie wissen, befindet sich die PBS-Branche derzeit in einem erfreulichen Aufwind. Mehr als 6 % Wachstum in den ersten drei Quartalen 2016 in Deutschland, wie auch in Europa sind schon bemerkenswert. Bei den Schreibgeräteherstellern liegen die Wachstumsraten, veranlasst durch die „Ausmalwelle“ sogar in einem deutlich zweistelligen Bereich. Betrachtet man diese Entwicklung in den einzelnen Vertriebskanälen, so wird hier lapidar festgehalten: keine Dynamik beim PBS-Groß- und Einzelhandel, in den Fachmärkten, Warenhäusern und C&C-Betrieben. Große Dynamik wird aktuell und für die nächsten drei Jahre im E-Commerce, bei den Drogeriemärkten und teilweise auch noch bei den Versendern festgestellt und prognostiziert. Bei der Entwicklung der Marktposition des traditionellen PBS-Fachgroß- und Einzelhandles für die nächsten drei Jahre sind hier 79 % der Meinung, dass der traditionelle PBS-Fachhandel seine Umsätze nicht halten können wird und nur 21 % sind der Ansicht, dass der PBS-Handel seine Umsätze zumindest halten kann. Ein mögliches Ausbauen der PBS-Umsätze sieht hier niemand. Genau diese Entwicklung spiegelt sich in unseren aktuellen ZR-Umsätzen wider. Der derzeitige Aufschwung geht im Wesentlichen am PBS-Fachgroß- und Einzelhandel leider vorbei. Ohne den Sondereffekt unserer neuen und erfolgreichen Kabuco-Abrechnung, werden wir in unserer ZR mit den bisherigen Gesellschaftern einen ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr erreichen.

2. Zunächst sollten wir uns mit den Themenbereichen auseinandersetzen, die aktuell Relevanz haben. Hier gibt es genug zu tun und hier muss jeder für sich, wir als Verband, wie auch unsere Gesellschafter, diverse Einzelentscheidungen treffen, die für das eigene Unternehmen wichtig und zielführend sind, um weiterhin erfolgreich am PBS-Markt bestehen zu können. Erfolgen die heute notwendigen Veränderungen und Anpassungen in den einzelnen Betrieben nicht, wird der Markt selbstregulierend eingreifen. Nachdem sich unsere IES-Gesellschafter schon in den letzten Jahren sehr unterschiedlich entwickelt und aufgestellt haben, sind wir als Inter-ES gefordert, uns auf die unterschiedlichen Betriebstypen optimal einzustellen und die jeweils notwendigen Leistungen auf Abruf zur Verfügung zu stellen. Hierzu sind wir bekanntlich sehr gut aufgestellt. Sollte es neue Themenbereiche und Anforderungen geben, stellen wir uns auch darauf ein. Auf weitere Aufnahmeanträge in die Inter-ES reagieren wir schnell, unbürokratisch und wohlwollend. So sehen wir dem kommenden Jahr 2017 mit Spannung, positiven Erwartungen und mit Freude entgegen.



LIEFERANTEN

Michael Mattern
Michael Mattern

1. Wir erwarten für uns im Jahr 2017 ein weiteres leichtes Wachstum. Generell wird sich der Markt auf einem stabilen Niveau weiterentwickeln. Durch unsere Sortimentsbreite und innovativen neuen Produkte sehen wir uns am Markt sehr gut aufgestellt.

2. Büroarbeit ist vor allem durch die Digitalisierung schneller, flexibler und unabhängiger von festen Orten und Gewohnheiten geworden. Auch der demographische Wandel, interdisziplinäres Arbeiten, kulturelle Unterschiede zwischen Mitarbeitern oder der Wunsch nach einer guten Work-Life-Balance wirken sich zunehmend auf die Konzeption von Arbeitsumgebungen aus. Wie mit der Gestaltung inspirierender Arbeitsbereiche eine Atmosphäre geschaffen werden kann, die das Wohlbefinden und somit auch die Produktivität steigert, lösen wir mit der idealen Kombination von Einrichtung, Farben und Materialien sowie der Integration von Technik. Aus einer Umgebung – dem Space – wird ein Wohlfühlort zum Arbeiten – der Place.



LIEFERANTEN

Peter Sperl
Peter Sperl

1. Vorhersagen zum Jahr 2017 sind derzeit schwierig: Die Auswirkungen des Brexit, die weitere Entwicklung bei der Integration von Flüchtlingen in unserem Land, die nicht gelöste Schuldenkrise und die schwindende politische Solidarität in Europa stellen große Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und die Gesellschaft dar. Jedes dieser Themen kann starken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes haben. Glaubt man den Herbstprognosen der großen Wirtschaftsforschungsinstitute, dann wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2017 leicht abschwächen, jedoch noch bei vergleichsweise robusten 1,5 % liegen. Daher gehen wir davon aus, dass sich die aktuelle Entwicklung unseres Geschäftes in leicht abgeschwächter Form auch 2017 fortsetzen wird.

2. Die zunehmende Digitalisierung in allen Lebensbereichen gewinnt immer mehr an Bedeutung für unser Geschäft. Dadurch geht in einigen Segmenten der Verbrauch an klassischen (Büro)Produkten etwas zurück, andererseits entstehen neue Geschäftsmöglichkeiten, wie beispielsweise die positive Entwicklung unseres Online-Druckservices „WePrint“ zeigt. Die Digitalisierung ändert aber auch die Art und Weise, wie wir mit Verbrauchern kommunizieren (z. B. Google SEA oder soziale Medien) und wie Produkte zunehmend online gesucht und gekauft werden. Darauf richten wir unsere Handels- und Verbrauchermarketing-Aktivitäten immer stärker aus und optimieren zudem bestehende bzw. entwickeln neue Produkte für den Onlinehandel. Denn auch in einer zunehmend digitalisierten Welt gibt es genügend Bedarf für physische Produkte, allerdings müssen wir unser Produkt- und Leistungsangebot noch besser an das geänderte Verbraucherverhalten anpassen. Daran arbeiten wir jeden Tag.



GENOSSENSCHAFTEN/VERBÄNDE

Manfred Kilgus
Manfred Kilgus

1. Ich gehe davon aus, dass die Konjunktur 2017 leicht rückläufig sein wird. Was aus meiner Sicht für unsere Branche bedeutet, dass die digital „gut aufgestellten" Fach- und Großhändler weiter davon profitieren werden – für die anderen der Kampf ums Überleben noch schwieriger wird. Aus meiner Sicht müssen wir uns breiter aufstellen, „über den Tellerrand hinaus" weitere Geschäftsfelder entdecken und integrieren. Sollte das nicht gelingen, wird es zunehmend schwieriger. Aber ich bin ein Optimist und die Egropa ist weiterhin solide aufgestellt, trotz Mitgliederschwund.

2. Wie schon erwähnt, breiter aufstellen bedeutet natürlich neue Themenbereiche zu suchen und zu integrieren. Und sich nicht von eventuellen Misserfolgen gleich entmutigen lassen. Egal welche Themenbereiche sich neu auftun, die Reaktion muss spontan und schnell geschehen, will man sich einen Vorteil verschaffen. Bestes Beispiel ist die TV-Sendung „Höhle der Löwen". Jungunternehmer stellen ihre Innovationen vor. Investoren steigen spontan ein oder Andere. Vier Wochen später finden Sie Verkaufskampagnen im Markt. Ob Strumpfhosen, Fortbewegungsmittel oder Mützen mit integrierten Kopfhörern. Der C & C Markt Selgros macht es vor.



LIEFERANTEN

Sebastian Groesslhuber
Sebastian Groesslhuber

1. Die Kinnarps GmbH in Deutschland passt sich bereits seit zwei Jahren an die in den nächsten Jahren erwartete intensivere Wettbewerbssituation an. Und wir erzielen bereits gewisse Erfolge: Der jüngst ermittelte Abschluss des Geschäftsjahres 2015/2016 zum 31. August wies eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 10 % aus. Damit bewegen wir uns deutlich über dem Branchendurchschnitt. Aber wir wollen noch besser werden und arbeiten weiterhin an unserer Wachstumsstrategie. Als einer der wenigen Komplettanbieter der Branche sehen wir uns in einer exponierten Lage. Kunden verlangen eine individuelle Einrichtungslösung, die wir mit unserem sehr breiten Produktportfolio realisieren können. Hinzu kommt eine internationale Projektkompetenz, die uns von anderen abhebt. Mit der Entwicklung zusätzlicher innovativer Produkte und Dienstleistungen gehen wir künftig von der Gewinnung weiterer Marktanteile aus und planen unser Umsatzwachstum auf 15 % zu steigern.

2. Auch wenn in Deutschland die Verkaufszahlen klassischer Arbeitsplätze relativ stabil sind, gewinnen konzeptionelle Ansätze doch weiter an Bedeutung. Im Takt mit der Digitalisierung und den technischen Möglichkeiten hat sich der traditionelle Arbeitsplatz grundlegend verändert und macht neuen Lösungen Platz. Wir reagieren nicht nur auf die Veränderung der Arbeitswelt, sondern erforschen diesen Wandel. Als eines der Ergebnisse haben wir bei Kinnarps das digitale Analysetool für tätigkeitsbasierte Arbeitsumgebungen Next Office entwickelt. Next Office ist die Grundlage für die Gestaltung neuer Arbeitswelten. Es ermittelt den tatsächlichen Bedarf an spezifischen Arbeitsplätzen für unterschiedliche Tätigkeiten und stellt somit die Basis für jede Raumplanung dar. Gleichzeitig sorgt Next Office wegen der innovativen Methodik bei den Mitarbeiten für eine hohe Akzeptanz im Veränderungsprozess. Es ist zweifelsohne eines der am weitesten ausgereiften crossmedialen Analysewerkzeuge am Markt. Unsere Fachhändler und Kunden schätzen, dass wir uns mit solchen Lösungen stark an ihren Bedürfnissen orientieren. Darüber hinaus sehen wir, dass der Trend zur Wohnlichkeit und der Bereich Soft-Seating stark im Fokus steht. Wir haben mit der neuen Serie Fields einen der Bausteine, mit denen das tätigkeitsbasierte Arbeiten nach Next Office umgesetzt werden kann. Fields ermöglicht mit unterschiedlichen Modulen wie Sofas, Sesseln, Trennwänden und Accessoires den vollständig individualisierten Arbeitsplatz. Übrigens: Es ist bekannt, dass Unternehmen in Deutschland im Durchschnitt 4,6 % ihres Umsatzes durch ihre Reputation in Bezug auf Nachhaltigkeit erzielen. Nachhaltigkeit und Ökologie waren von jeher wichtige Kernthemen bei Kinnarps. Erst im November haben wir die neue Stuhlserie Collection S unserer Marke Martin Stoll gelauncht. Sie verbindet klassisches Design mit ökologischem Bewusstsein und Ergonomie. Das ist einmalig im Premiumsegment.



ONLINEHANDEL

Lars Schade
Lars Schade


1. Unsere Erwartung für das kommende Jahr ist, dass wir im Longtail, auch im Bereich Büro, erneut wachsen werden. Das wird vor allem durch die Vernetzung und Digitalisierung belebt. Ich denke beide Themen gehen an der PBS-Branche nicht vorbei, da es sich gerade in dieser Branche um besonders transparente Artikel handelt. Es wird dadurch weitere Verdrängung und Konsolidierung im Markt geben, aber Digitalisierung muss auch als Chance verstanden werden: um die Kundenbeziehungen zu stärken und auch online eine 1-zu-1-Beziehung über neutrale Netzwerke aufzubauen.

2. Hier sehen wir auch ganz klar die Themen Vernetzung und Digitalisierung. Der Eintritt von Amazon-Business in den deutschen Markt wird viele Händler im kommenden Jahr beschäftigen. Es stellt sich nun die Frage, wie man die neuen Herausforderungen am besten meistert und mit welchen Partnern man langfristig zusammenarbeiten will. Mercateo setzt auch zukünftig auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit und bietet Kunden sowie Anbietern eine neutrale Plattform. Damit ermöglichen wir es auch kleinen und mittelständischen Händlern, ihr Angebot online zur Verfügung zu stellen. So können Händler alle Prozessschritte mit dem Kunden digitalisieren und gleichzeitig den direkten Kundenkontakt beibehalten.


LIEFERANTEN

Daniel Priester
Daniel Priester

1. Ich denke, das Jahr 2017 wird ein sehr spannendes, aber auch einschneidendes Jahr werden. Sehr viel ist derzeit im Wandel und unsere Branche befindet sich aktuell in einem großen Umbruch. Das allgemeine Informations- und Beschaffungsverhalten verschiebt sich immer mehr in Richtung Online. Vor allem die großen Player und Plattformen werden hierdurch zukünftig noch stärker wachsen und den Globals vermehrt zusetzen. Der ganz klassische Büro-Fachhandel steht zunehmend unter Druck. Und das Arbeiten im Büro gestaltet sich unaufhaltsam immer digitaler. Diese Digitalisierung fordert ihren Tribut, was uns ja schon länger bewusst ist. Deshalb haben wir als Alternative zu unseren angestammten Sortimenten Aktenvernichter und Schneidemaschinen den neuen Produktbereich Ideal Health eingeführt. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf dem Thema Luftreinigung. Auch unsere Aktenvernichter werden zukünftig ihren Platz im Büro finden und ihren wichtigen Stellenwert in der PBS-Branche behalten. Zwar wird wohl nicht mehr die Menge der zu vernichtenden Daten entscheidend sein, sondern die Art der Inhalte, die vor fremden Blicken geschützt werden müssen. Aktenvernichter bleiben aber nach wie vor einer der Hauptbereiche unseres Sortimentes. Solange Menschen in Büros drucken und Notizen auf Papier schreiben, werden wir nicht müde, aktive Aufklärungsarbeit zum Datenschutz zu leisten. Hier entwickeln wir auch in Zukunft innovative Produkte. Und dann spielen nach wie vor die Schneidemaschinen eine der Hauptrollen in unserem Produkt-Portfolio. Der Druckmarkt wandelt sich hin zu immer kleineren und variantenreicheren Auflagen, individualisierten Drucksachen sowie gezielten Personalisierungen. Zusammen mit dem zunehmenden Kosten- und Zeitdruck stellt dies viele Druckereien vor immer neue Herausforderungen. Diesen werden unsere Schneidemaschinen gerecht. Mit neuen Produktlösungen sind wir auch hier stets am Puls der Zeit.

2. Das Thema „Gesundheit und Wohlbefinden“ ist ein Megatrend und eine absolute Wachstumsbranche. Deshalb haben wir unseren Produktbereich Ideal Health als festes drittes Produkt-Standbein etabliert. Auch hier werden wir analog zu unseren Sortimentsbereichen Aktenvernichter und Schneidemaschinen als Spezialist auftreten. Zwischenzeitlich haben wir unseren ersten Luftreiniger „Made in Balingen“ vorgestellt. In Bezug auf Kriterien wie Laufruhe, innovative Ausstattung, Leistungsfähigkeit und Funktionalität erfüllt dieser Luftreiniger unsere bekannt hohen Ideal-Qualitätsanforderungen. Und auch bei der Filtertechnik verfügen wir über einen beachtlichen Technologievorsprung. Der Produktbereich Ideal Health bietet noch viel Raum für weitere zukünftige Innovationen und wir sehen noch große Potenziale, vor allem für den Fachhandel, da diese Produkte eine hohe Erklärungsbedürftigkeit haben. Hier liegt die große Chance für den Handel, weil er seine Beratungsstärke einsetzen kann.



GENOSSENSCHAFTEN

Dr. Benedikt Erdmann
Dr. Benedikt Erdmann

1. Der Markt bietet zurzeit zahlreiche Chancen. Die Konjunktur ist stabil und die Investitionsneigung der gewerblichen Kunden ist unverändert hoch. Im Bürobedarf gilt es, die Turbulenzen rund um unsere internationalen Wettbewerber für Umsatzgewinne im Fachhandel zu nutzen. Dabei unterstützen wir unsere Mitglieder auf vielfältige Weise. Im Einrichtungsbereich können unsere Mitglieder und damit auch die Soennecken beachtliche Umsatzzuwächse verbuchen. Hoffen wir, dass der konjunkturelle Rückenwind noch eine Weile anhält.

Man könnte also meinen, es ist alles in Ordnung - wären da nicht die anhaltenden Marktverschiebungen in Richtung online, der fortgesetzte Rückgang der Kundenfrequenz in den Innenstädten und der bevorstehende Markteintritt von Amazon ins BtoB-Geschäft. Die gute Geschäftslage darf uns nicht den Blick für die Größe der Aufgaben verstellen.

2. Die logistischen Anforderungen an den Handel steigen immer weiter. Breitere Sortimente, individuelle Kundenwünsche sowie unverändert hohe Anforderungen an Liefergeschwindigkeit und -Zuverlässigkeit haben uns veranlasst, erneut in die Ausweitung unserer Logistik zu investieren. Unsere Mitglieder können damit auch sehr anspruchsvolle Anforderungen ihrer Kunden über die Soennecken erfüllen. Damit sind wir gemeinsam bestens gerüstet. Schließlich übernehmen wir eine große Verantwortung, wenn uns Mitglieder ihre logistischen Aufgaben anvertrauen - da dürfen wir uns nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruhen.

Auch der Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen. Wir haben daher entschieden, unsere Anstrengungen zur Stärkung des Einzelhandels nochmals zu intensivieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter in unseren Mitgliedsbetrieben und das weitere Ausrollen unserer verlängerten Ladentheke - also einem Online-Angebot für Einzelhandelsgeschäfte.

Und schließlich arbeiten wir mit unseren Mitgliedern in vertrieblichen Fragen so eng zusammen wie noch nie. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Ansprache von Neukunden durch unsere Mitglieder effizienter zu gestalten und ihnen dafür umfangreiche Unterstützung zu bieten.



LIEFERANTEN

Helmut, Werner und Joachim Link

Helmut Link
1. Gerade ist die Orgatec 2016 zu Ende gegangen – eine der wichtigsten Messen für uns und unsere Branche. Sie ist immer auch ein Gradmesser dafür, wie unsere neuen Produkte am Markt angenommen werden und spiegelt uns wider, ob wir mit unseren Trendthemen den Nerv der Zeit getroffen haben. Wir können sagen, dass wir regelrecht überwältigt waren, nicht nur von den Besucherzahlen, sondern vor allem von der positiven Rückmeldung, die wir sowohl zu unserem bestehenden Sortiment als auch zu unseren wegweisenden Produktneuheiten erhalten haben. Das ist ein deutliches Zeichen: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Branchenentwicklung insgesamt ist nach wie vor gut und stabil. 56.000 Besucher aus 118 Ländern bei der diesjährigen Orgatec bedeuten ein Besucherplus von über 10 % – ich denke, diese Zahlen sprechen für sich. Die Messe hat sich endgültig zum kreativen Hotspot für moderne Arbeitswelten entwickelt. Wir konnten unsere Zielgruppe – Architekten, Fachhändler und Top-Entscheider aus Planung, Industrie und Handel – von unseren innovativen, ganzheitlichen Bürostuhlkonzepten überzeugen und Weichen stellen für unseren Geschäftserfolg von morgen. „Creativity works - Arbeit neu denken“: Dass wir für diese Aufgabe Lösungen gefunden haben, beweisen unsere preisgekrönten Neuheiten „VINTAGEIS5“ und „AIMIS1“, die mit ihrer Vielseitigkeit, ihrem exzellenten Design und ihrer komfortablen Qualität die Innovationskraft besitzen, welche die Bürolandschaft derzeit braucht. Die „VINTAGEIS5“-Serie mit Volker Eysing als Designer ist „Engineered for Excellence“. Das wandelbare Bürostuhlprogramm – ob Drehstuhl, Executive oder Konferenz – basiert auf einem schlüssigen Designkonzept und passt dank zahlreicher Gestaltungsvarianten in jedes Büro. Interstuhl-eigene Weltneuheiten, wie die innovative „Smart Motion Technology“, die „Auto Flow Armlehne“ und eine völlig neuartige Latex-Bedruckung, die speziell im Lendenbereich für den so genannten „Bionic Effect“ sorgt, bieten einen bislang nicht gekannten Komfort. Designer Sven von Boetticher hat mit „AIMIS1" Dreh- und Besucherstühle für Interstuhl gestaltet, die gesundes und bequemes Sitzen vereinen. Große Lehnenflächen, weiche Polster und die optionale Lordosenstütze verschaffen dem Körper die ideale Haltung für produktive, ermüdungsfreie Arbeit. Gleichzeitig verleihen charakteristische Formelemente der Familie ihren unverwechselbaren Look und dem Büroplaner gestalterische Freiheit. Komfort kennt bei Interstuhl keine Hierarchien: Für jeden Mitarbeiter in jeder Position kann mühelos ein passender „AIMIS1" konfiguriert werden. Dabei sorgt das modulare Designkonzept dafür, dass der unverwechselbare Charakter der Stuhlfamilie stets erhalten bleibt. Diese und weitere Beispiele aus unserem aktuellen Sortiment zeigen, dass wir für das Geschäftsjahr 2017 bestens gerüstet sind. Unsere Verlässlichkeit drückt sich zudem in schnellen Reaktions- und Lieferzeiten aus, alle Produkte sind seit Messeeröffnung erhältlich und sofort lieferbar. Auch in Zukunft werden wir unsere Planungs-, Beratungs- und Servicekompetenz weiter ausbauen – zum Wohle und zur Zufriedenheit unserer Kunden.

Joachim Link
2. Interstuhl ist einer der größten Bürostuhlhersteller Europas und befindet sich weiterhin deutlich auf Wachstumskurs. Für 2016/2017 haben wir uns vorgenommen, bestehenden Kunden ein erweitertes Produktportfolio anzubieten und möchten damit natürlich auch neue Zielgruppen erschließen. Als Spezialist für professionelles Sitzen haben wir unser global erfolgreiches Portfolio an innovativen und technisch anspruchsvollen Bürostühlen bereits um beliebte Kollektionen aus den Bereichen Objektsitzmöbel und Multifunktionstische ausgebaut. Unser Start in diesen neuen Geschäftsbereich Public Seating – also die Möblierung für Seminar-, Konferenz- und Veranstaltungshallen sowie Bildungseinrichtungen und Mensen – ist mehr als gut gelungen. So sind wir schon heute davon überzeugt, dass Interstuhl mit diesem Produktbereich international wachsen wird. Auf der Orgatec haben wir hierzu vier Produktgruppen vorgestellt: „VLEGSIS3, CURVEIS1, SNIKEIS1 und ein Tischprogramm – FORMEOIS1". Neben unserer Kernkompetenz „Bürostühle“ wird Public Seating ein weiteres, wichtiges Segment werden. Auch das Thema „Effizienz im Büro“ wird bei Interstuhl 2017 weiterhin ganz weit oben angesiedelt sein. Darüber hinaus ist das „Bewegungsbüro“ ein zentrales Thema. Alle unsere Interstuhl-Neuerungen stehen unter dem Aspekt, aktives Sitzen zu fördern und damit dem Sedentary Livestyle entgegen zu wirken. Dazu gehören Konzepte und Innovationen für die Gesunderhaltung in Form von neuen Stühlen, die die Bewegung am Arbeitsplatz fördern. Hier ist „UPIS1“ von Sven von Boetticher ein gelungenes Beispiel: Der Lifestyle-Mehrzweckhocker von Interstuhl ist stylisch, kreativ und modern. Er bringt Dynamik in die statische Arbeitswelt indem er Sitzen in Bewegung verwandelt. Das war einer der Gründe, weshalb „UPIS1“ den German Design Award 2017 in Gold erhielt. Zusätzlich gibt die Einbindung digitaler Möglichkeiten in Bürostühle durch speziell entwickelte Sensortechnologie dem Nutzer ein neues Bewusstsein für gesundes Sitzen. Eine Auswahl an Bürostühlen von Interstuhl wird darum auf Wunsch in Zukunft auch smart: Ein Sensor, der in der Rückenlehne integriert ist, macht gesundes Sitzen dann noch attraktiver und motiviert zu mehr Bewegung im Büro.




GROSSHANDEL

Detlef Hentzel
Detlef Hentzel


1. Den Markt schätze ich weiterhin stagnierend oder leicht rückläufig ein. Die zunehmende Digitalisierung und der damit verbundene Preisdruck wird sich auf die Handelspannen auswirken. Für Hersteller als auch die Handelsstufen gilt: Nur wer gut gerüstet ist kann in diesem Umfeld bestehen. Der Markt wird sich weiter konsolidieren, auf Hersteller (wie zuletzt Acco und Esselte auf Herstellerseite) als auch auf der Seite des Handels. Adveo hat im Jahr 2016 seine Hausaufgaben gemacht, indem die zwei wichtigsten Schritte zur Erreichung des Business Plans 2016 bis 2019 unternommen wurden. Darüber hinaus haben wir neue maßgeschneiderte Produkt- und Marketingaktivitäten entwickelt, um nachhaltiges und gesundes Wachstum auch im nächsten Jahr zu generieren. Ich denke, dass das neue Jahr uns viele Chancen und auch Herausforderungen bringen wird und wir mit viel Zuversicht ins Jahr 2017 schauen können.

2. In einem stagnierenden Markt müssen wir ständig an neuen Initiativen und Ideen arbeiten. Hier sehen wir die Möglichkeit und unsere Aufgabe andere, modernere Produktbereiche noch mehr in den Fokus zu nehmen und unsere Marketing-Initiativen zu platzieren. Unter anderem bringen wir mit dem Thema „Produkte für Kindergärten und Schule„ eine komplett neue Kategorie in unser Sortiment. Diese und viele andere Produkt- und Marketinginitiativen haben wir auf der Adveo World in Leipzig unseren Kunden und Lieferanten vorgestellt. Vor allem aber werden wir unsere „One-Stop-Shop Strategie“ - die Kombination von Tinte/Toner mit allgemeinem Bürobedarf in einem Warenkorb - mit Nachdruck verfolgen.



MESSE

Michael Reichhold
Michael Reichhold

1. Die Büroeinrichter konnten ein deutliches Umsatzplus von 15,5 % im ersten Halbjahr 2016 verbuchen. Auch der PBS-Markt ist in Bewegung und ich rechne mit stabilen Branchenzahlen für 2016. Ich freue ich mich auf das Jahr 2017 und auf die neuen Chancen und Entwicklungen, die es bietet. Gleich zu Beginn des Jahres steht die Paperworld in Frankfurt am Main an und zeigt vom 28. bis 31. Januar, wo die Reise hingehen wird. Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft und glaube, dass unser Messe-Slogan „Hello tomorrow“ sehr gut für 2017 und für die PBS-Branche passt.

2. Zusatzsortimente spielen im Handel eine immer entscheidendere Rolle. Es ist wichtig mit den richtigen Produkten und einer einzigartigen Auswahl den Kunden anzusprechen, daher ist der Blick über den Tellerrand unerlässlich. Genau das bieten die parallel stattfindenden Fachmessen Paperworld, Creativeworld und Christmasworld gleich zu Beginn des neuen Jahres. Jede der drei Messen bietet vielseitige Inspirationen: Für die Paperworld haben wir als aktuelles Thema die zeitgemäße Gestaltung des Arbeitsplatzes herausgegriffen. Die Fachmesse befasst sich im kommenden Jahr mit der Frage: „Wie sieht das Büro der Zukunft aus?“ In einer neuen Sonderschau wollen wir einen Blick in die Arbeitswelt von morgen werfen und würden uns freuen, wenn Sie uns begleiten. Wir sehen uns auf der Paperworld 2017!



EINZELHANDEL

Eva Schnepf
Eva Schnepf


1. Wir hatten 2016 durchgehend wieder mehr Kunden im Haus, was seit langem auch einmal wieder zu durchgehend besseren Umsätzen geführt hat. Ob dies eine Trendwende darstellt, wage ich noch nicht zu hoffen, aber wir sind fürs Jahr 2017 auf jeden Fall positiv gestimmt. Wir sind sehr froh darüber, dass das klassische Schreibwarensortiment mit unseren Schulsortimenten tatsächlich quer durch alle Bevölkerungsschichten gebraucht wird und persönliche Beratung mehr denn je gewünscht wird. Schreibgeräte, Künstlerbedarf und Schulbedarf, unsere klassischen Sortimente sind sehr gut gelaufen. Bei uns zeigt sich als Folge des Internets immer mehr, wie informiert der Kunde zu uns kommt und wie anspruchsvoll er natürlich im Laden auftritt, mit welchen Erwartungen er zu uns kommt. Unsere Mitarbeiter müssen dadurch immer noch besser informiert sein.

2. Wir merken auch, dass Verpackungen z. B. von Geldgeschenken oder auch Partydekorationen immer anspruchsvoller werden und der Kunde immer mehr von uns erwartet. Wir legen größten Wert auf die Persönlichkeit unserer Mitarbeiter. Unser Motto für 2017: Besser als das Internet!!!!!



GENOSSENSCHAFTEN/VERBÄNDE

Ingo Dewitz
Ingo Dewitz

1. Die gute konjunkturelle Lage innerhalb Deutschlands im Jahr 2016 sowie ein hoher Beschäftigungsgrad sorgten für eine allgemein gute Geschäftslage in unserer Branche. Ob dies so bleiben wird hängt maßgeblich davon ab, wie sich die deutsche Wirtschaft 2017 entwickeln wird. Wir sehen keinen akut nahenden Abschwung, so dass wir insgesamt, also im Durchschnitt aller besetzten Geschäftsfelder, von einer stabilen Seitwärtsbewegung ausgehen. Für die angeschlossenen Unternehmen unserer Verbundgruppe sehen wir mehrheitlich Chancen in der Diversifikation. Unsere Bürofachhändler sind zumeist breit aufgestellt und können innerhalb ihrer Kernkompetenzen durch unterschiedliche Produkt- und Serviceangebote variieren.

Außerdem sind sie äußerst flexibel und können sich veränderten Marktbedingungen schnell anpassen. Zu erkennen ist dies z. B. durch die erweiterte Sortimentsauswahl und die vielen neuen angebotenen Dienstleistungen.

2. Das E-Commerce-Geschäft entwickelt sich in unserem Handel prozentual ähnlich stark wie das der sog. Internet Pure Player. Auch wenn das Geschäftsvolumen aller im Markt aktiven Händler einen großen Marktanteil des E-Commerce-Geschäfts darstellt, so ist die Bedeutung runter gebrochen auf jeden Einzelnen eher als noch zu gering zu bewerten. Speziell für unsere Branche ergibt sich die Relevanz durch die Prognosen der weiteren Entwicklung. Darum werden wir im Jahr 2017 einen weiter entwickelten Büroring-Händler-Endkundenshop anbieten, mit dem unsere Händler weitere Wachstumsmöglichkeiten ausschöpfen können. Eine große Relevanz sehen wir in den bereits eingeleiteten Maßnahmen verstärkt die Kräfte mit denen „gleichgesinnter" Marktteilnehmer zu bündeln und zu einer stärkeren Markkraft insgesamt zu entwickeln. Die ursprüngliche Idee unserer Gründerväter der Kräftebündelung des Handels vor 40 Jahren birgt heute mehr denn je ein großes Potential, um die Zukunft positiv zu gestalten. Auch für das Jahr 2017 gilt, dass unsere Verbundgruppen-Stärke durch ein intensiveres Miteinander auf Augenhöhe, aber auch durch die Förderung bestehender und neuer Kooperationen und Partnerschaften, weiter ausgebaut wird.



LIEFERANTEN

Horst-Werner Maier-Hunke
Horst-Werner Maier-Hunke

1. Wir gehen davon aus, dass sich die Branche leicht positiv entwickelt und blicken 2017 verhalten optimistisch entgegen. Dem deutschen Markt geht es insgesamt hervorragend. Im Bereich der gewerblichen Verbraucher sind die allgemein gute Wirtschaftslage und vor allem die dadurch entstehenden Büroarbeitsplätze wichtige Faktoren, die dieses leichte Wachstum beeinflussen. Auf Hersteller- und Handelsseite wird sich die Tendenz zur Konzentration auch 2017 weiter fortsetzen. Was die internationalen Märkte betrifft, können wir als Exportland und Durable als Unternehmen mit einem ausgeprägten Exportfokus die Entwicklungen nur abwarten. Durable ist gut aufgestellt; neben unseren klassischen Sortimenten investieren wir seit Jahren immer wieder in neue Produkte und Geschäftsfelder.

2. Bei Durable beschäftigen wir uns kontinuierlich mit den Veränderungen der Geschäftsfelder, welche wir traditionell bedienen und dazu mit aktuellen Themengebieten, für die wir neue Konzepte und Ideen entwickeln. So gewinnt beispielsweise das Thema moderne Arbeitswelt mit Open-Office-Lösungen, moderne und flexible Abläufe und Arbeitsweisen zu-nehmend an Relevanz. Dementsprechend sucht der Kunde zukünftig noch häufiger nach Komplettlösungen für seine persönlichen Aufgaben. Wir richten unser Sortiment nachfragegerecht aus. Die ersten Weichen haben wir bereits erfolgreich gestellt und haben zur Orgatec unser neues Tablet-Holder-Sortiment erfolgreich vorgestellt. Aktiv sind wir auch im Bereich Lean Management und bauen aufgrund der positiven Entwicklung ein gesondertes Sortiment speziell für diesen Anwendungsbereich aus. Und natürlich sehen wir in der richtigen Beleuchtung ein relevantes Thema für die optimale Arbeitsplatzgestaltung. Deshalb setzen wir auf unsere Leuchtenmarke Luctra, die biologisch wirksames Licht an den Arbeitsplatz bringt.



ONLINEHANDEL

Udo Böttcher
Udo Böttcher


1. Wir werden auch 2017 weiter wachsen und den Umsatz von 2016 abermals übertreffen. 2017 wird ein aufregendes Jahr für uns, da wir unsere Logistik mit der letzten Ausbaustufe nochmals um 60 % erweitern und damit deutlich mehr Bestellungen abwickeln können. Diejenigen Unternehmen unserer Branche, die in das Internet investieren, werden auch 2017 gut dastehen. Für viele Fachhändler bedeutet das aber zeitgleich auch, dass es für sie schwerer wird, sich am Markt zu behaupten. Wir selbst sind mit unserem Onlineshop bestens aufgestellt und sehen uns weiterhin als Benchmark-Führer im Internet.

2. Die gesamte Logistik muss bestens aufgestellt sein. Für Kunden wird es immer wichtiger, aus einer möglichst großen Auswahl an Artikel wählen zu können und ihre Bestellungen möglichst schnell in den Händen zu halten. Durch unsere Logistikerweiterung reagieren wir darauf. Dazu ist das Online-Marketing elementar. Hier investieren wir seit über 10 Jahren immer wieder in neue Ideen und Werbeformen, sowie in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter.



EINZELHANDEL

Alexander Schröder
Alexander Schröder


1. Wir erwarten eine Umsatzsteigerung besonders im Dienstleistungsbereich und damit einhergehend auch im Bereich Hardware. Das umfasst MFPs inklusive einhergehender Scanlösungen sowie Präsentationstechnik inklusive Lösungen für Digital Signage und Videokonferenzen. Dies geschieht durch große „Kundenintegration“ und „qualifizierte“ Gesprächspartner (GFs, Controller, Orga-Leiter). Durch die Intensivierung der Kundenintegration durch die Beschäftigung mit den Prozessen der Kunden und einhergehende „qualifizierte Kontakte sehen wir die Weiterentwicklung und eine größere Umsatz- und Ergebniserwartung. Unsere Mitarbeiter „wachsen“ mit diesen Prozessen mit, was deren Kompetenz und Zufriedenheit mit ihrer Aufgabe sowie Erfolge und Loyalität erreicht und verstärkt. All dies wirkt sich auch auf übrige „übliche“ Sortimente wie Bürobedarf und Büromöbel aus. Diese Themen wurden auch auf der Innovationsmesse Weitsicht vom 19. bis 20. Oktober mit ca. 90 Ausstellern im Dynamo-Stadion in Dresden von uns ausgestellt. Wir waren mit zahlreichen Vertretern unterschiedlicher Branchen im Gespräch und konnten wertvolle Kundenbeziehungen knüpfen. Ergänzend konnte organisiert werden, dass die Brother-Truck-Tour 2016 genau an diesen beiden Tagen vor dem Stadion Halt gemacht hat, so dass die Kunden und Interessenten der lokalen Brother-Händler die Messe Weitsicht besuchen konnten und die Messebesucher- und Aussteller die innovativen Brother-Geräte und Software-Lösungen „hautnah“ sehen und erleben konnten.

2. An Relevanz gewinnen definitiv die Themen Digitalisierung, Prozessoptimierung sowie Datensicherheit und Datenschutz für die Zukunft. Eine Spezialisierung unserer Mitarbeiter ist zwingend erforderlich, da zunehmendes Fach- und Detailwissen erforderlich ist, um die Kunden vollumfänglich zu bedienen. In diesem Zuge werden wir auch Neueinstellungen vornehmen.


LIEFERANTEN

Jan Ehlers
Dr. Jan Philipp Ehlers

1. Ich rechne mit einem äußerst spannenden Jahr 2017. Die Bedeutung des Online-Business bleibt, gleichzeitig aber wird der digitale Gegentrend immer größer. Gerade in einer Welt, in der unser Alltag weitestgehend digital stattfindet, entwickelt sich eine Sehnsucht nach dem Echten, dem Individuellen, dem Persönlichen. Denn der Mensch ist eben kein Neutrum, sondern ein emotionales Wesen, das emotionale Ansprache benötigt. Wir bei Rössler merken schon jetzt, dass der Stellenwert von klassischem Briefpapier immer bedeutender wird. Und auch die Wertschätzung gegenüber unseren anderen handgefertigten Produkten wächst stetig. Hinzu kommen Aspekte wie Nachhaltigkeit und auch Haptik ausgewählter Materialien, die dem Endverbraucher immer wichtiger werden. All das stimmt uns bei Rössler sehr positiv, denn diese Werte zeichnen unsere Unternehmensphilosophie aus. Die Lust am Besonderen kehrt zurück und das freut uns bei Rössler sehr.

2. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer bedeutender. Sowohl was die Rohstoffe betrifft als auch die Arbeitsbedingungen. Diesem Trend haben wir mit unserem neuen Kraft-Papier Rechnung getragen. Kraft ist ein 100 % Recyclingpapier, das eigens für uns in Deutschland hergestellt wird. Wir verarbeiten es dann in unseren eigenen Manufakturen weiter zu Karten und Umschlägen aus dem Sortimentsbereich der losen Papiere und auch zu hochwertigen Ordnungsprodukten und Alltagsbegleitern der Produktlinie S.O.H.O. Natur und Design zu vereinen, trifft den Nerv der Zeit und wird immer wichtiger.


GROSSHANDEL

Mathias Loipetssperger
Matthias Loipetssperger


1. Für das Jahr 2017 wird es keine neuen, unvorhergesehenen und überraschenden Entwicklungen geben. Die Branche wird auch zukünftig von den Veränderungen geprägt, die seit einiger Zeit wahrnehmbar sind. Fortschreitende Digitalisierung und Optimierung der Prozesskosten werden die Einkaufsabteilungen anspornen genau dort bei den Kosten anzusetzen, wo auch schon Generationen davor aus den immer wieder gleichen Gründen den Rotstift angesetzt haben. Insofern wird das, was kommt, facettenreicher, aber nicht beängstigend. Mit guten Konzepten, persönlichen, auf den Kunden zugeschnittenen Dienstleistungsangeboten, auch und gerade dort wo man in den Produkten vergleichbar ist, vereinfachen die Zusammenarbeit. Ein breites Sortiment und die Mischung aus Lieferant, Dienstleister und Berater runden die Partnerschaft ab.

Eine Sicherheit für die Zukunft gibt es dennoch keine. Wir haben uns auch in der Vergangenheit neuen Herausforderungen immer erfolgreich gestellt. Wir sehen keinen Anlass, dass das nicht auch für die Zukunft gelten soll.

2. Die Themenbereiche, die an Relevanz gewinnen, liegen in der mehrdimensionalen Informationsbeschaffung des Verbrauchers einerseits und an der abnehmenden Bedeutung von Bürobedarf im Allgemeinen andererseits. Da gilt es jeden Kunden individuell anzusprechen und Antworten auf Fragen parat zu haben von denen der Kunde heute noch nicht weiß, dass er sie morgen stellen wird. Wir werden den Kunden dort abholen, wo er abgeholt werden möchte.


MESSE

Ernst Kick
1. Im Jahr 2017 werden wir die dritte Insights-X durchführen. Die beiden ersten Veranstaltungen sind sehr erfolgreich verlaufen – wir befinden uns in allen Segmenten auf Wachstumskurs. Das Potenzial in der PBS-Branche ist groß. Wir gehen davon aus, im nächsten Jahr noch einige bekannte Namen präsentieren zu können. Dabei legen wir viel Wert auf „gesundes Wachstum“, denn der hohe Qualitätsanspruch unserer jungen Messe soll auch künftig erhalten bleiben.
2. Das bereits etablierte Thema „Erwachsenenmalen“ wird sicherlich dem Markt noch die eine oder andere neue Komponente bescheren. Generell nimmt die Farbenpracht im PBS-Segment zu, Produkte werden verstärkt lizenziert und die Digitalisierung setzt sich weiter fort. Im Bereich der Rucksäcke und Taschen stehen die ergonomischen Ansprüche im Fokus. Dank dem idealen Veranstaltungszeitpunkt unserer Insights-X Anfang Oktober können wir frühzeitig auf Trends reagieren, um sie dem Handel rechtzeitig zugänglich zu machen.


EINZELHANDEL

Antje Minhoff
Antje Minhoff

1. Wir erwarten, dass das Thema Cloud nicht mehr diskutiert sondern gelebt wird bzw. gelebt werden kann - Stichwort Breitbandverbindung. Ich schätze die Marktentwicklung sehr positiv ein, wenn sich die Branche den Themen der Digitalisierung stellt. Wir haben das große Glück von Hause aus ein sehr innovatives Unternehmen zu sein, das spiegelt sich natürlich auch in unserem Sortiment wider.

2. Ja, im Zuge der Digitalisierung geht es generell darum, wie ein Arbeitsplatz in Zukunft aussieht. Was wird von dem, was wir heute kennen, überhaupt noch übrig bleiben? Viele Themenbereiche gibt es also noch gar nicht. Wir versuchen immer weiter als Andere zu sein, ohne dabei den wesentlichen Blick auf die Dinge zu verlieren.



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